
Eine Gruppe Jugendlicher überfahren auf einer nächtlichen Spritztour einen Passanten und begehen Fahrerflucht. Leider werden sie dabei von der psychisch labilen Wan-shu (Lin Chen-chi) beobachtet, die sich von nun an an die Fersen der Jungs heftet und quasi Teil der Gruppe wird. Komplizierter wird das ganze den Teens ein Koffer mit Schecks in Millionenhöhe in die Hände fällt, hinter dem auch eine Gruppe ausländischer Söldner her ist. Zum Glück ist Wan-Shus Bruder (Lo Lieh) Polizist.
Dieser frühe Tsui-Hark-Film glänzt vor allem durch seine ausgefeilte Inszenierung, die ganz klar die Handschrift des Regisseurs erkennen lässt. Die Darsteller, u.a. Lo Lieh, sind solide, von den westlichen Darstllern einmal abgesehen, die durch ausgefeiltes Overaction glänzen. Die Musik ist aus allerlei anderen Film geklaut passt aber gut zum düsteren Großstadtfeeling. Die einigen, wenigen Actionszenen und das Finale sind gut choreogrphiert und meist sehr blutig, für die Gewalt gegen Tiere gibt's aber herbe Abzüge.
Der Film krankt teilweise gewaltig an seiner unentschlossenen Story, besonders zu Beginn ist nie richtig klar was der Film sein möchte: Drama? Thriller? Actionfilm? Horrorfilm? So springt er oftmals willkürlich zwischen Figuren und Handlungssträngen hin und her ohne in irgendeine Richtung zu führen. So ist die anfängliche Unfallflucht schnell vergessen und Kids müssen sich einer Horde Söldner erwehren, die von der Polizei gejagt werden. Die Interpolagenten (u.a. John Sham) verschwinden dann gegen Ende plötzlich auf Nimmerwiedersehen.-photo.jpg)
Der Grundton des Films ist düster und pessimistisch, dennoch schafft es Tsui Hark einige (unfreiwillig?) komische Szenen einzubauen, etwa eine Frau, die die Eingeweide eines gerade ermordeten Söldners findet und sich beschwert, wie man nur so viel Fleisch verschwenden kann. Solche Szenen sind wahrlich Geschmackssache.
Der Streifen ist nicht schlecht, er ist kompetent inszeniert und teils recht spannend, dennoch bleibt am Ende ein recht fahler Beigeschmack, angesichts der Gewalt und der Frage nach dem eigentlichen Sinn des Ganzen.
6 von 10 Glückskekse
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